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11.04.2014

Die 3 wichtigsten Änderungen der FEV für Fahrlehrer

Die 10. Änderungsverordnung der FEV wurde heute, 11.04.2014, vom Bundesrat beschlossen. Sie tritt am 1.05.2014 in Kraft. Wir zeigen Ihnen in unserem Blog die 3 wichtigsten Änderungen für Fahrlehrer.

Zum Thema: Die 3 wichtigsten Änderungen der FEV für Fahrlehrer

   
11.02.2014

Erlaubnis zur Durchführung des neuen Fahreignungsseminars

Das FES in Kürze

Das neue Fahreignungsseminar (kurz: FES) ersetzt ab dem 01.05.2014 das alte ASP-Seminar zum Punkte-Abbau für auffällige Kraftfahrer. Nach der neuen Regelung können Verkehrsteilnehmer, mit bis zu einem Stand von 5 Punkten, freiwillig einen Punkt durch den Besuch eines solchen Fahreignungsseminars abbauen. Der verkehrs-pädagogische Teil umfasst dabei 2 x 90 Minuten mit 1 - 6 Teilnehmern. Eine Fahrprobe ist nicht mehr vorgesehen.

Voraussetzungen zur Durchführung

Alle jetzigen Seminarleiter ASF oder ASP, denen die Seminarerlaubnis bis zum 29.08.2013 erteilt worden ist, haben den Vorteil, die Erlaubnis zur Durchführung im Rahmen einer Übergangsregelung leichter zu erhalten.

Und zwar durch den Besuch eines sogenannten 3-tätigen Upgrade-Seminars. Aber Vorsicht: Die Privilegierung gilt nur bis zum 01.05.2016! Hier gilt es diesen Zeitraum nicht unbedacht verstreichen zu lassen.

Alle Fahrlehrer, die bis zum 29.08.2013 noch nicht Seminarleiter waren, dürfen das Fahreignungsseminar nur dann durchführen, wenn ein 4-tägiger Grundkurs (dieser ist identisch mit der Grundeinweisung für ASF Seminarleiter) sowie ein weiterer 4-tägiger programmspezifischer Kurs für FES, absolviert wird. Darüber hinaus muss eine Hospitation an einem Fahreignungsseminar, sowie die selbstständige Durchführung eines Fahreignungsseminars unter Aufsicht eines Lehrgangsleiters erfolgen. Erst dann wird die Seminarerlaubnis bei Vorliegen der weiteren Voraussetzungen erteilt.

Wir bieten ab sofort gemeinsam mit Fortbildung33.de bundesweit die 3-tägigen Einweisungsseminare für Inhaber einer Seminarerlaubnis als "Seminarleiter FES - Upgrade" an.

Inhalte, Termine und die Möglichkeit zur bequemen Online-Buchung (hier klicken!).

Sie sind nicht Seminarleiter, wollen es aber werden?

Alle Fahrlehrer, die nicht Inhaber einer Seminarerlaubnis sind, aber das Fahreignungsseminar zukünftig auch anbieten wollen, bitten wir, sich mit uns in Verbindung zu setzen, damit wir bei entsprechender Nachfrage die Termine koordinieren können.

Zum Kontaktformular! (hier klicken!)

 

   
28.01.2014

Neue Regeln für Schutzkleidung bei Motorrad Fahrerlaubnisprüfung

Die Änderung der FeV Anlage 7 wird voraussichtlich im April vom Bundesrat beschlossen und dann sofort ohne Übergangsfrist in Kraft treten.

Die Regelung im Detail

Bei Prüfungen der Klasse A, A1, A2 und AM muss der Bewerber geeignete Motorradschutzkleidung, einen Motorradhelm, Motorradhandschuhe, eine eng anliegende Motorradjacke, einen Rückenprotektor (falls nicht in der Motorradjacke integriert), eine Motorradhose und Motorradschuhe mit ausreichendem Knöchelschutz tragen.Regeln für Schutzkleidung bei Motorrad-Prüfung

Neu sind die geforderten Rückenprotektoren und die Motorradhose. Aus der Jacke wird eine Motorradjacke und aus den knöchelhohen Schuhen werden Motorradstiefel.

Hier hat das Ministerium auf die bekannten Unfallstatistiken reagiert, die klar belegen, dass die Schutzkleidung unter der Gürtellinie genauso wichtig ist, wie die auf der oberen Hälfte des Körpers.

Problematisch hierbei ist jedoch, dass es keine einheitliche Definition oder Norm von Motorradkleidung gibt. Was ist eine Motorradjacke, was ist normale Freizeitkleidung? Was sind Motorradstiefel? Wie sind z.B. Cowboystiefel zu bewerten?

Unser Tipp

Entscheiden Sie sich im Zweifel pro Sicherheit.

Für die optimale Schutzwirkung von Motorradkleidung ist über die Regelungen der FeV hinaus empfehlenswert, dass die Jacke und die Hose verbunden werden (via Reißverschluss) und die Hose und die Stiefel eine Überlappung von mindestens 10cm (im Sitzen) haben.

Diesen Artikel im DVPi Blog kommentieren (hier klicken)!

   
28.01.2014

Vogel Medientag im DVPi Frankfurt

Wir laden Sie herzlich ein zum Vogel Medientag im DVPi Frankfurt: Vogel Medientage im DVPi Frankfurt

Samstag, 01.02.2014

DVPi Fahrlehrer Fachschule
Frankfurt am Main GmbH
Lärchenstraße 139a
65933 Frankfurt

Von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Freuen Sie sich auf die Praxisworkshops, die Sie u.a. auf die bevorstehende Einführung der Video-Fragen in der Theorieprüfung zum 01.04.2014 vorbereiten. Zudem wartet ein Feuerwerk an Produktneuheiten des Vogel Verlags wie das neue Fahren Lernen 3.0, die 2. Welle EU-BKF, die Produkte zum Fahreignungsseminar sowie die offizielle Vorstellung des Vogel-Fahrsimulators auf Sie.

Die Spezialisten vor Ort beantworten an den Infoständen Ihre inhaltlichen und technischen Fragen zu allen Vogel Produkten.

Selbstverständlich ist den ganzen Tag über für Ihr leibliches Wohl gesorgt.

Seien Sie dabei und verbringen Sie einen spannenden Tag in gemütlicher Atmosphäre. Über den folgenden Link gelangen Sie zu Anmeldeformular und Workshop Programm. Entscheiden Sie vorab, welche Workshops Sie und Ihr Team belegen möchten und melden Sie sich gleich an.

   
08.01.2014

Notbremsfunktion von elektromagnetischen Feststellbremsen

 

Immer häufiger begegnet uns die elektromechanische Feststellbremse (EPB) statt der klassischen Handbremse in unseren Autos. Der in Fahrschulen verbreitete und von uns in Frankfurt zur Ausbildung eingesetzte Golf hat im Modelljahr 2013 (Golf 7) eben diese Feststellbremse.

Wie sieht es aber mit der von der StVZO geforderten Notbremsfunktion der Feststellbremse aus?

 

Mehr dazu lesen Sie in unserem Blog: Notbremsfunktion von elektromagnetischen Feststellbremsen

   
15.11.2013

Motorradausbildung mit ABS

 

Die Verbreitung von ABS in Motorrädern, gerade auch in der Mittelklasse, hat das Motorradfahren und auch die Motorradausbildung in den Fahrschulen deutlich sicherer gemacht. Mit Sorge beobachte ich aber die Tendenz, in der Fahrausbildung das Lernziel “Gefahrbremsung ohne ABS” aus den Augen zu verlieren.

Fakt ist:

  • Nur ca. 60 Prozent der neu zugelassenen Motorräder haben ABS.
  • Nur ca. 25 Prozent der im Straßenverkehr benutzten Motorräder (Bestand) haben ABS.
  • Daraus ergibt sich rein statistisch, dass etwa 75 Prozent der neuen Führerscheininhaber ein Motorrad ohne ABS fahren.

Für die Ausbildung der wahrscheinlich anschließend ohne ABS fahrenden Fahrerlaubniserwerber sind folgende Ausbildungsziele überlebenswichtig:

  1. schneller Bremsdruckaufbau in 0,2 sec, ohne (vor allem!) das Vorderrad zu blockieren,
  2. eine sinnvolle Bremskraftverteilung realisieren: Hinterrad blockiert oder regelt nicht,
  3. ein blockiertes Vorderrad durch Lösen der Bremse unter Kontrolle bekommen.

Diese Fähigkeiten brauchen viel Übung!Motorrad training

Natürlich finde ich die Verwendung eines ABS-Motorrads in der Fahrschule sinnvoll, ja notwendig. Alle diese Lernziele können mit aktivem ABS geschult werden und bedürfen nicht eines Motorrads ohne oder mit abschaltbarem ABS. Für die Ausbildung empfehle ich folgendes:

  • Lehren der Bremskraftverteilung bei Gefahrbremsungen: Bremsen üben mit dem Ziel, ABS regelt nicht, vor allem nicht am Hinterrad!
  • Üben eines flotten Bremsbeginns, ohne das das Vorderrad blockiert oder regelt.
  • Der oft zu hörende Tipp, es sei wegen der dynamischen Achslastverlagerung erforderlich, die Bremsung eher sanft als ganz rasch zu beginnen, muss infrage gestellt werden. Warum? Nun, der Bremsdruckaufbau und die dynamische Achslastverlagerung dauern nur 0,2 sec, das entspricht bei 50 km/h ganzen drei Metern.
  • Ein blockiertes Vorderrad resultiert in der Regel aus zu starkem Bremsen und nicht aus zu schnellem Bremsbeginn!
  • Das ABS-System sollte nur als “Rettungsfallschirm” für grobe Fehler da sein und gar nicht regeln.
  • Ziel muss eine optimale , nicht aber eine mittels ABS geregelte Bremsung sein.

Denn anders als bei der Pkw-Ausbildung, bei der wir auf jeden Fall die ABS-geregelte Gefahrbremsung erreichen wollen, sehe ich für die Motorradausbildung verschiedene Probleme:

  • Ein Motorrad mit ABS bietet keinen sicheren Überschlagsschutz, vor allem nicht bei den in den Fahrschulen benutzten Motorrädern der mittleren Klasse.
  • Beim Motorrad garantiert eine ABS-geregelte Bremsung noch nicht unbedingt einen kurzen Bremsweg (z.B. wenn die Bremskraft auf dem Vorderrad zu gering ist).
  • Für Fahranfänger sind blockierte Räder von Motorrädern kaum beherrschbar, vor allem, wenn nicht entsprechend geübt wurde.

Bei aufmerksamer Beobachtung der Ausbildungs- und Prüfungspraxis glaube ich, ein ziemliches Sicherheitsproblem erkannt zu haben. Deshalb mein Vorschlag:

  • Überwiegendes Üben und Prüfen der Gefahrbremsung ohne ABS (bleibt trotzdem aktiv in Bereitschaft).
  • Die Prüfungsrichtlinie, gültig seit 19.01.2013, besagt, dass das Bremsen im Regelbereich nicht zu beanstanden ist, das heißt aber im Umkehrschluss, dass es auch nicht verlangt wird.

Über eine Diskussion zu diesem Thema würde ich mich sehr freuen!

Eckhard VollmerEckhard Vollmer Dozent DVPi Frankfurt
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PS: Vielen Dank an dieser Stelle auch an die FahrSchulPraxis (Das südwestdeutsche Fahrlehrermagazin, Hrsg. Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V.) welche den Artikel als Leserbrief in der Ausgabe 10/2013 abgedruckt haben.

 

   

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